Afrikas Bevölkerung

In Afrika ist die gesamte Kultur stark auf die Familie ausgelegt. Außerdem spielt die ethnische Gruppe, derer jemand angehört, eine wichtige Rolle. Religiöse und soziale Gemeinsamkeiten sollen durch Musik und Kunst sowie die immer noch nur mündlich überlieferten Mythen gestärkt werden.

Lange Zeit gab es eine Minderheit in Afrika, die durch Einflüsse aus Europa gestärkt wurde, die die traditionellen Werte Afrikas strikt ablehnte. Diese Werte wurden aber mit dem Aufkommen des Nationalismus in Afrika neu belebt. Heute fördern die Regierungen der einzelnen Staaten Afrikas nationale Kultureinrichtungen und den Erhalt der afrikanischen Kultur. Außerdem werden sogar nationale Schriftsteller und Künstler zumindest zu einem gewissen Teil gefördert.
Filme gab es in Afrika bereits seit das Kino überhaupt erfunden wurde. Lange Zeit beschränkte sich dies aber auf Filme ethnografischen Hintergrunds oder auf Propagandafilme der Kolonisten. Aber insbesondere in Ägypten entwickelte sich bald eine eigene Filmindustrie.

Insgesamt gibt es mehr als 3.000 verschiedene ethnische Gruppen in Afrika. Häufig ist die gesamte Familie durch Stammes- oder Sippenangehörigkeit in eine große Gesellschaft eingebunden. Teilweise besteht die Bevölkerung eines Dorfes nahezu ausschließlich aus einer Gruppe Verwandter, die von einem weiblichen oder einem männlichen Nachkommen kontrolliert und zusammengehalten wird.

Der Anteil der Bevölkerung Afrikas an der Bevölkerung der ganzen Erde nimmt nur etwa 14 Prozent ein. Scheinbar ist Afrika mit nur 32 Einwohnern pro Quadratkilometer unterbevölkert, aber dies liegt daran, dass in den trockensten Gebieten nur wenige Menschen wohnen, während in fruchtbaren Gegenden und Industriezentren eine Überbevölkerung festzustellen ist.

In den Regionen entlang der westlichen und der nördlichen Küste ist Afrika am dichtesten besiedelt. Die Staaten mit der meisten Bevölkerung sind Nigeria, Äthiopien und Ägypten. Die Geburtenrate liegt ungefähr dreimal so hoch wie in Europa, die Bevölkerung wächst pro Jahr um etwa 2,1 Prozent, was an der verbesserten medizinischen Versorgung liegt.
Dabei muss aber berücksichtig werden, dass diese Raten je nach betrachteter Region Afrikas enorm schwanken können.