Flora und Fauna
Flora und Fauna Afrikas
[Niger]
Die klimatischen Bedingungen sind ausschlaggebend für die Flora und Fauna Afrikas. Auch die Fruchtbarkeit der Böden spielt eine Rolle. Unter feuchten Bedingungen, wie etwa im tropischen Regenwald, gedeihen zahlreiche Baumarten, Sträucher, Farne und Moose. Die dichtesten Baumbestände befinden sich im Kongobecken und an der Küste Guineas. In den Hochgebirgen von Angola, Kamerun und Ostafrika befindet sich eine Bergwaldzone. Hier gedeihen unter anderem Ölpalmen, Nadelhölzer oder Hartholzbäume. Südlich und nördlich der Tropen befindet sich die Savanne. Während die Feuchtsavanne mit großen Flächen von Gras und Sträuchern bedeckt ist, in der auch Laubbäume und die so genannten Leguminosen wachsen, gedeihen in den Trockensavannen Büsche, niedrige Grasfluren und einzelne Laubbäume, wie der charakteristische Affenbrotbaum. Die Halbwüstenzone ist nur noch mit niedrigen Sträuchern bedeckt. In den Wüstenzonen ist nahezu gar kein Pflanzenwuchs mehr zu verzeichnen. In direkter Umgebung zu Oberflächengewässern können aber Oasen entstehen. Ein Problem für die Vegetation Afrikas ist die fortschreitende Desertifikation, also das Voranschreiten der Wüste. Für viele Pflanzen und Tiere bedeutet dies das Verschwinden ihres natürlichen Lebensraumes.
Afrika kann in zwei große Tierregionen eingeteilt werden. Im Einzelnen sind dies die Paläarktis im Norden und im Nordwesten Afrikas und die Äthiopis im gesamten Gebiet südlich der Wüste Sahara. Als Subregion wird Madagassis bezeichnet. In Nordafrika gibt es viele Tiere, die auch in Eurasien beheimatet sind. Zu finden ist aber auch das allein in Afrika beheimate Nordafrikanische Stachelschwein. Afrikanisches Rotwild, Mähnenspringer und Steinböcke sind hier ebenfalls zu finden. In der Sahara hingegen leben nur Tiere, die sich an die klimatischen Bedingungen anpassen konnten, wie Wüstenfüchse, Springmäuse, Hasen und einige Reptilien.
Die Äthiopis ist durch einen hohen Artenreichtum gekennzeichnet, sowohl bei Säugetieren als auch bei Vögeln. Hier leben unter anderem auch die bekannten Mambas, die giftigsten Schlangen der Erde. In Westafrika sind Pythons beheimatet. In der Savanne ist vor allem die Raubtierfauna charakteristisch, hier leben zum Beispiel Leoparde, Löwen oder Schakale. Afrika ist übrigens für den großen Artenreichtum bei Süßwasserfischen bekannt, hier leben rund 2000 Arten und das sind nur die bisher bekannten Arten.