Sahara
Die Sahara, die große Wüste in Nordafrika, erstreckt sich vom Atlantik im Westen bis hin zum Roten Meer im Osten des Kontinents. Die Sahara ist rund zweitausend Kilometer breit und dehnt sich von Westen nach Osten auf einer Länge von etwa sechstausend Kilometer.
Die Sahara ist die größte Wüste der Welt. Die Grenzen der Sahara können nicht ganz exakt benannt werden und sind auch nicht von Dauer. Aufgrund der fortschreitenden Desertifikation schreitet auch die Wüste immer weiter fort. Die Verschiebung wird des Weiteren durch die Nutzung durch den Menschen und die stetige Überweidung durch Tiere vorangetrieben. Noch vor etwa achttausend Jahren galt die Sahara als überaus fruchtbar, dann wurde das Klima allerdings nach und nach immer trockener. Die Bauern verließen in der Folge das Land und die Ausbreitung der Wüste schritt voran.
In der Sahara herrscht ein trockenes Wüstenklima. Die meisten Regionen müssen mit durchschnittlichen Niederschlägen von gerade einmal einhundert Millimetern pro Jahr auskommen, teilweise fallen sogar noch weniger Niederschläge. Manchmal regnet es in bestimmten Regionen über Jahre hinweg gar nicht. Die Temperaturen in der Sahara schwanken stark, sie können tagsüber teilweise fünfzig Grad Celsius und mehr erreichen, nachts sogar unter den Gefrierpunkt sinken. Hier herrscht das so genannte Tageszeitenklima. Pflanzen und Tiere haben sich an die extremen Bedingungen angepasst. Die Wüste ist allgemein fast gänzlich ohne Vegetation, nur in den Oasen ist sie fruchtbar. Hier wachsen unter anderem Dattelpalmen und Akazien. In vielen Teilen leben Gazellen und Antilopen, Füchse, Dachse und Hyänen. In der Libyschen Wüste hingegen ist nahezu gar kein tierisches oder pflanzliches Leben möglich.
Rund sechzig Prozent der Bevölkerung in der Sahara sind Bauern, die in Oasen sesshaft sind. Der übrige Teil wird durch Nomaden und Halbnomaden ausgemacht. Die stärkste Bevölkerungsgruppe sind die Tuareg und die Tubu. Während erstere im Ahaggar leben, sind letztere vor allem im Tibesti zu finden.
Die vorherrschende Religion ist der Islam, nahezu alle Menschen, die in der Sahara leben, bekennen sich dazu. Wirtschaftlich gesehen ist die Sahara wenig bedeutend, hier erfolgt lediglich in den Oasen eine agrarische Nutzung. Allerdings wurden in Algerien und in Libyen Erdöllagerstätten entdeckt, die von enormem wirtschaftlichen Interesse sind