Chinesische Mauer
Die chinesische Mauer ist eines der größten architektonischen Bauwerke Asiens. Seit Jahrhunderten fasziniert „Wanli Chang Cheng“ – die „unendliche Mauer“ – Baumeister, Architekten und Historiker. Als längstes Verteidigungsbollwerk der Erde ist die chinesische Mauer seit 1987 ein Teil des Weltkulturerbes. Der erste Kaiser Chinas – Quin Shihuangdi – gab im Jahr 214 den Befehl zum Bau einer gewaltigen Schutzmauer gegen die Überfälle der nördlichen Mongolen- und Nomadenstämme. Das fantastische Bauwerk zieht sich von West nach Ost durch China. Einst eine durchgehende Verteidigungslinie und imposante Machtdemonstration des Kaiserreiches, wurden im Lauf der Jahrhunderte einige Abschnitte zerstört oder dem Verfall preisgegeben.
Erst während der glorreichen Ming Dynastie im Mittelalter wurde an der Mauer weiter gebaut und ihre heute sichtbare Form erstellt. Die integrierten Wachtürme dienten als Unterkunft für Soldaten und als Versorgungsstation. Durch die relativ komfortable Breite von 4 -7 m konnten berittene Boten ihre Nachrichten sehr viel schneller überbringen und Soldaten strategisch wichtige stellungen besetzen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurden mit den kriegerischen Reitervölkern Friedensverträge unterzeichnet und die Mauer verlor Ihre militärische Bedeutung. Heute wissen Forscher, dass die chinesische Mauer noch eine Länge von ca. 6.800 km hat, und aus zahlreichen -teilweise sehr stark beschädigten – Abschnitten besteht, die nicht mehr unmittelbar miteinander verbunden sind. Sie ist eines der beliebtesten Ziele für Touristen und Besucher aus dem eigenen Land. Einer der vollständig restaurierten Abschnitte erstreckt sich knapp 90 km nördlich der Hauptstadt. Einstiege in die Mauer sind bei Badaling, Murtianyu und – dem 120 km nordöstlich von Peking entfernten – Simatai möglich.