Mekong – Die besten Sehenswürdigkeiten
Der Mekong ist die wichtigste „Lebensader“ Südostasiens. Mit 4.500 km Länge und einem gewaltigen Delta mit einer Fläche von mehr als 70.000 km² gehört er zu den größten Strömen der Erde. Er durchfließt sechs Staaten und ist Lebensraum, Nahrungsquelle und Wasserstraße für die Menschen, die seit Jahrtausenden am Fluss leben. Die Quelle des Mekong liegt im Hochland von Tibet. Gespeist von den Schmelzwassern der umliegenden Gebirge und kleineren Flüssen bahnt sich der Fluss seinen Weg über 1500 km Länge durch den Westen Chinas. Dabei ist sein Wasserstand sehr instabil. Niedrig- und Hochwasser wechseln sich – je nach Jahreszeiten – ab und bringen häufig große Überschwemmungen mit sich. Dadurch ist das direkte Umland des Mekong sehr fruchtbar und teilweise dicht besiedelt. Nachdem der Mekong über die Grenze Chinas „geflossen“ ist, zieht sich sein Bett durch fünf weitere Staaten. Dabei bildet er zwischen Laos, Myanmar, Thailand und Kambodscha über sehr lange Strecken hinweg eine natürliche Grenze – u.a. das „goldene Dreieck“ – bis er sich im südlichen Vietnam in ein Delta aus vielen Kanälen, Sumpf- und Schwemmebenen verzweigt.
Der Mekong ist ein Paradies für Tiere. Allein 1300 Fischarten & Reptilien sowie mehr als 2000 Vogelarten wurden bisher vom WWF gelistet. Um das fragile Ökosystem des Flusses nicht durch Wirtschaft und Industrie zu zerstören aufrecht zu erhalten, wurden von den „Anrheinerstaaten“ unterschiedliche Maßnahmen vorgeschlagen, deren Erfolge sich erst in naher Zukunft zeigen werden. Südlich der laotischen Stadt Luan Prabang wird der Mekong auch für größere Schiffe befahrbar und – zusammen mit dem Tonle Sap – zur wirtschaftlich bedeutenden Wasserstraße. Vor allem in Vietnam bilden sich auf dem Fluss schwimmende Märkte und traditionelle Wohnviertel der so genannten „Boat People“. Das imposante Delta, das vor der Mündung des Mekong in das Meer liegt, ist nur mit Booten befahrbar, da der Untergrund der Sumpflandschaften sehr weich ist und sich ständig verändert.