Qinghai See in China
Der Quinghai- See ist ein Salzsee in Westchina. Er hat eine gewaltige Fläche von mehr als 4.300 km² und liegt auf einer Hochebene in 3.195 m Seehöhe. Seit 1975 stehen das Gewässer und die angrenzenden Regionen unter Naturschutz und ist in die Pläne für nachhaltigen und sanften Tourismus in der Provinz Quinghai eingebunden Der See wird von zahlreichen Flüssen gespeist, die aber im Winterhalbjahr und bei Dürreperioden vollständig versiegen. Aus diesem Grund schrumpft die Wasserfläche kontinuierlich. Die Uferzone ist nicht bebaut, wird aber seit vielen Jahren landwirtschaftlich genutzt.
Im nordwestlichen Bereich des Quinghai- Sees befinden sich zwei größere Inseln, die auch Vogelinseln (Niao Dao) genannt werden. Sie sind rast- und Brutstätte für hunderttausende Zugvögel, die zwischen April und August am See leben. Es wurden weit mehr als 30 verschiedene Vogelarten gezählt, von denen sich einige Vertreter- u.a. der Kormoran – bereits permanent niedergelassen haben. Der Fischreichtum und die umliegenden Felder sind ergiebige Nahrungsquellen für die Tiere.
Es besteht die Möglichkeit, die Vogelkolonien von Aussichtsplattformen oder aus Erdhöhlen zu beobachten. Park – Ranger achten streng darauf, dass die Tiere nicht gestört werden. Der Quinghai- See gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Westchinas. Für die Tibeter ist er ein natürliches Heiligtum. Jedes Jahr besuchen mehr als 100.000 Tagestouristen den See. Er ist von Xining aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die beste Reisezeit ist das Frühjahr – zwischen Ende April und Ende Juni – wenn am See tausende Wildblumen blühen.