Kunstflug als Kunstflieger

Kunstflug wird bei Motor-, Segelflugzeuge und Hubschraubern betrieben. Kunstflug ist eine international anerkannte Sportart. Die wohl bekanntesten Figuren beim Kunstfliegen sind der Looping, das Trudeln, die Rolle, die gerissene Rolle, der Rückenflug oder die Kubanische Acht. Diese werden kombiniert und ergeben so eine „Choroeografie“ in der Luft. Man unterscheidet beim Kunstflug die Segelflieger und den Motorkunstflug. Es gibt sogar Doppelsitzerkunstflüge bei denen ebenso Meisterschaften ausgetragen werden. Beim Segelkunstflug absolviert der Pilot eine Choreografie aus meist zehn Figuren in auf etwa 1000 Höhenmetern. Diese Choreografie soll möglichst harmonisch ablaufen, andernfalls könnte dies zu Punkteabzügen bei Wettbewerben führen. Noch nicht so alt wie der Segelkunstflug ist der Hubschrauberkunstflug. Sie sind jedoch wesentlich wendiger als die im Vergleich größeren Flugzeuge.

Die wohl bekanntesten Kunstflüge werden wohl von Militärpiloten absolviert. Hierbei steht allerdings die Präzesion der ausgeführten Figuren im Vordergrund, um im Luftkampf möglichst gute Ergebnisse zu erzielen. Auch der Formationsflug wird hier verstärkt trainiert. In Deutschland erhält man die für Segelkunstfliegen benötigte Zulassung erst mit einem Minimum von 50 Flugstunden, welche bestimmte Figuren beinhaltet. In Deutschland wird der rein sportliche Kunstflug in einer Höhe von etwa 450 Höhenmetern betrieben. Unfälle kommen eigentlich sehr sehr selten vor. Bei richtigen Flugschauen steigt das Risiko mit der geringeren Höhe. Nicht minder gefährlich sind Formationsflüge. Der hierfür wohl berühmteste Unfall der Geschichte Deutschland war bei der Ramstein-Flugschau als 70 Menschen ums Leben kamen. Heutzutage sind die Auflagen für Flugshows und die damit verbundenen Sicherheitsvorkehrungen sehr viel höher als damals. Für jeden „Mitflieger“ ist es jedenfalls Adrenalin pur. Wer Achterbahn fahren gut findet, wird den Kunstflug lieben!