Abtei von Fontenay
Bei der Abtei von Fontenay handelt es sich um eine frühere französische Abteil, die in Burgund in der Nähe von Marmagne liegt. Gegründet wurde die Abtei von Fontenay durch den heiligen Bernhard von Clairyaux im Jahr 1118, erst im Jahr 1130 wurde sie nach Fontenay verlegt. 1139 wurde die Kirche Notre Dames errichtet, die Weihung der Kirche fand aber erst 1147 statt. Im Querhaus der Kirche befindet sich eine bedeutende Skulptur, die Madonna von Fontenay, die um 1300 geschaffen wurde. Die Abtei von Fontenay wurde im Jahr 1981 in die Liste der Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Die Abtei von Fontenay besitzt die älteste noch erhaltene Kirche der Zisterzienser. Die Lage der Kirche entspricht daher auch der Tradition der Zisterzienser, Klöster in entlegene Täler zu bauen und zwar direkt an einem Wasserlauf. Hintergrund war, dass die Abgeschiedenheit von den Versuchungen der weltlichen Geschäfte ablenken sollte. Über die heutige Landstraße D32 ist das ehemalige Kloster mit der Außenwelt verbunden.
Das wirkliche Klosterleben endete übrigens im Jahr 1789 mit der Französischen Revolution. 1791 verließen auch die letzten noch verbliebenen Mönche die Abtei von Fontenay. Danach wurde das Kloster verkauft und als Papierfabrik genutzt. Die Basilika wurde von Verfall bedroht. Erst 1906 kauften die Gebrüder René und Edouard Aynard die Abtei und es wurde mit einer aufwändigen Restauration begonnen. Nur ihren Bemühungen kann verdankt werden, dass die Abtei von Fontenay überhaupt von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen werden konnte und nicht völlig verfallen ist. Im Jahr 1997 fanden große Feierlichkeiten in der Abtei von Fontenay statt, dann feierte Fontenay zum 850. Male den Tag der Weihe. Die alte Abtei wurde 1998 schon 900 Jahre alt.