Bordeaux Wein

Der Bordeaux stammt aus dem berühmten Weinbaugebiet gleichen Namens. Auf Französisch trägt dieses übrigens den Namen Bordelais. Es handelt sich hierbei um das größte Anbaugebiet für Qualitätswein, das zusammenhängend ist. Insgesamt gibt es mehr als viertausend Weingüter, die auch als Châteaux bezeichnet werden und die den weltberühmten Wein erzeugen. Es wird eine Hierarchie innerhalb der Qualitäten geschaffen, indem bestimmte Klassifikationen eingehalten werden müssen.
Typisch für einen Bordeaux sind die trockenen und langlebigen roten Weine, die fruchtig im Médoc sind und sanft und voll im Pomerol. Rund zwanzig Prozent der gesamten Produktion entfällt auf die weißen Weine. Die Weißweine, die als die charaktervollsten bekannt sind, stammt aus Graves, einem Bereich südlich von Bordeaux. In der Weinbauregion Bordeaux wurden im Jahr 2002 übrigens rund 5,84 Millionen Hektoliter hochwertiger Wein erzeugt und das auf einer Anbaufläche von etwa 120.000 Hektar. Es gibt zwei Sorten von Weinen in Bordeaux: den Marken- und den Gutswein, wobei letzter häufig auch als Château-Wein bezeichnet wird. Die Markenweine werden von den Weinhändlern aus Fasswein zusammengestellt. Das Ziel, eine möglichst breite Kundschaft zu befriedigen, soll dabei erreicht werden. Die Château-Weine hingegen stammen aus den Trauben eines Gutsbesitzers und nicht von mehreren. Bordeaux wurde schon immer eher für den nationalen Markt und für die Exportmärkte hergestellt. Der Flaschenabsatz ist dabei der wichtigste Weg für den Absatz, wobei die Abnehmer ihren Bordeaux überwiegend von den ansässigen Weinhändlern beziehen, weniger von den Erzeugern direkt. Auch die berühmtesten Weine unter den Bordeaux-Weinen, die Grands Crus, werden eher selten ab Erzeuger verkauft.

Die Preise für Bordeaux sind nicht einheitlich, sie unterliegen von Jahr zu Jahr erheblichen Schwankungen. Das liegt unter anderem an der Erzeugerseite, denn die Qualität des Weines ist nicht in jedem Jahr gleich hoch, außerdem können die Produktionsmengen recht unterschiedlich ausfallen. Auch die Nachfrage spielt bei der Preisentwicklung natürlich eine Rolle. Abschließend noch eine kleine Übersicht über die Herkunftsorte und Arten des Bordeaux-Weines. Zum einen ist da Médoc zu nennen. Dabei handelt es sich um Rotweine, die eher zart, fein und elegant sind. Der Haut Médoc steht auch in dem Ruf, der beste Wein der Welt zu sein. Das Gebiet der „Hohen Medoc“ ist in mehrere Gemeinden aufgeteilt, nämlich in Saint-Estephe, Pauillac, Saint-Julien, Moulis, Listrac und Margaux. Die Rotweine von Graves sind granatrot und stärker im Geschmack als die Médoc-Weine.
Der älteste Weinberg ist Saint-Emilion. Die Weine von hier gehören zu den stärksten Bordeaux-Weinen überhaupt, sind großzügig und reifen schneller heran als andere Weine. Die kleinste Gemeinde von Bordeaux ist Pomerol, die Weine von hier sind als robust und reichhaltig zu bezeichnen. Dabei sind sie sehr samtig. Zuletzt seien noch Sauternes und Barsac genannt, die beiden Gemeinden, die vor allem für ihre Süßweine bekannt sind. Diese sind golden in der Farbe und werden als die besten Nachtischweine der Welt betitelt.