Champagne
Mit Champagne wird eine ehemalige Provinz in Frankreich bezeichnet, die sich im Nordosten des Landes befindet. Umfasst werden dabei die Departements Haute – Marne, Marne, Ardennes und Aube. Außerdem zählen Teile der Departements Aisne, Yonne, Meuse und Seine – et – Marne hinzu. In erster Linie ist die Champagne natürlich für den von hier stammenden berühmten Schaumwein, den Champagner bekannt.
Aufgebaut ist die Champagne zu einem sehr großen Teil aus Kreidekalken. Der Champagner, der aus der Region stammt, kommt nahezu vollständig aus den Gegenden rund um Reims und um Epernay. Schon seit dem 17. Jahrhundert wird hier Champagne r gekeltert und nur der Champagner, der wirklich aus der Champagne stammt, darf sich mit diesem Namen schmücken. Alle andern heißen Schaumwein. Neben der Weinerzeugung sind aber auch die Herstellung von Wolle und die Schafzucht bedeutende wirtschaftliche Zweige in der Champagne.
Neben der Landwirtschaft spielt auch der Tourismus in der Champagne eine große Rolle. Nicht wenige Menschen kommen hierher, um einmal auf einem Weingut ihren Urlaub zu verbringen oder um in der herrlichen Landschaft Wanderungen, Radtouren oder geführte Ritte zu Pferd zu unternehmen. Wer seinen Urlaub auf einem Weingut verbringt und die Zeit der Lese gewählt hat, der kann in der Regel auch an Verkostungen teilnehmen und sich später „seinen“ Champagner aussuchen, was mit Sicherheit ein wunderschönes Urlaubsmitbringsel ist.
Die Champagne hat aber auch eine weniger schöne Vergangenheit, sie war vor allem im Ersten Weltkrieg Schauplatz zahlreicher Schlachten. Darunter die Schlacht im April 1917, die so genannte Schlacht um das Massiv des Mont Cornillet oder die im September und Oktober stattgefundene Schlacht der Alliierten. Noch heute sind zahlreiche Denkmäler und Friedhöfe aus der Zeit des Krieges zu sehen. Ein Teil des ehemaligen Schlachtfeldes wird als Bombenabwurf- und Truppenübungsplatz der Armee Frankreichs genutzt. Alle zwei Jahre darf dieser durch die Öffentlichkeit besichtigt werden.