Andalusien

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Andalusien befindet sich im Süden von Spanien und ist eine autonome Region, die zweitgrößte Region von Spanien genau genommen. Rund 8,1 Million Menschen leben hier und machen Andalusien damit zu einer der bevölkerungsreichsten Regionen des Landes. Die Hauptstadt von Andalusien ist Sevilla, die auch gleichzeitig die größte Stadt Spaniens ist. Interessant ist die physische Geografie der Region, denn Andalusien kann in drei Naturräume gegliedert werden, die einen sehr unterschiedlichen Charakter aufweisen. So sind hier Hochland, Tiefland und ein Hochgebirge zu finden. Im Norden weist das Hochland der Sierra Morena eine Höhe von bis zu 1323 Metern auf. Nach Süden hin fällt das Land steil ab und erstreckt sich so zum Tiefland von Niederandalusien. Hochandalusien befindet sich im Südosten der Region, hier sind auch die so genannten Betischen Kordilleren und die Sierra Nevada zu finden. In der Sierra Nevada liegt der höchste Berg der Iberischen Halbinseln, der Mulhacen, der eine Höhe von 3477 Metern erreicht. Das Klima an der Mittelmeerküste von Andalusien ist als subtropisch zu bezeichnen, direkt an der Küste des Atlantischen Ozeans herrscht allerdings ein gemäßigtes Klima. Je weiter man in Richtung Inneres des Landes gelangt, desto kontinentaler wird das Klima. In den höchsten Lagen Andalusiens fällt im Winter sogar Schnee. Betrachtet man allerdings den äußersten Südosten der Region, so fällt ein eindeutig wüstenhaftes Klima auf, hier gibt es bis zu neun Monate Trockenheit im Jahr. Hier kam es auch schon zu Schwierigkeiten bei der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser.

Wirtschaftlich gesehen lebt Andalusien zum einen von der Agrarwirtschaft, denn das Gebiet ist überaus fruchtbar, zum anderen vom Bergbau. Kohle, Blei-, Silber- und Kupfererz werden hier abgebaut. In der Tierzucht gilt die Region als bedeutsam für die Haltung von Pferden, Schafen und Kampfstieren. In erster Linie lebt die Region aber vom Tourismus und den damit verbundenen Einnahmen, was auch am Klima liegt. Rund 320 Sonnenstunden sind hier jährlich zu verzeichnen und selbst die Winter sind noch warm. Neben Sevilla mit der dort befindlichen Kathedrale vom Giralda als hauptsächlicher Sehenswürdigkeit sind die größten Städte Malaga, Cordoba, Almeria, Granada, Huelva, Cadiz und Jaen. Die Hauptattraktion von Granada ist der ehemalige maurische Herrscherpalast, der noch bis zum Jahr 1492 genutzt wurde. Außerdem befindet sich in der Stadt die drittgrößte Universität des Landes. Auch wenn Malaga von den meisten Touristen nur als Zwischenstation auf ihrer Reise durch Andalusien gesehen wird, so ist in der Stadt doch auch einiges interessantes zu entdecken, wie etwa die Kathedrale, der Maurische Herrscherpalast oder das Museum, das Picasso gewidmet ist.

 

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