Flüsse
panien Flüße, Flüsse, Seen
Die ausgedehnten Beckenlandschaften Spaniens werden durch lange Flüsse unterbrochen. Diese Flüsse greifen meist auf sehr große Einzugsgebiete zurück, die Wasserscheiden verlaufen über die hohen Kämme der Gebirgszüge. Die Hauptwasserscheide zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik verläuft über die Höhenzüge, die die nördlichen und östlichen Mesetas begrenzen. In einem breiten Becken fließt der Ebro im Nordosten von Spanien zwischen den Pyrenäen und dem Iberischen Randgebirge. Er mündet, nachdem der das Katalanische Küstengebirge durchquert hat in das Mittelmeer. Sein Delta hier erweitert sich ständig. Der Ebro ist aber nur für kleine Schiffe befahrbar und das auch nur streckenweise. Insgesamt ist der Fluss 910 Kilometer lang und der einzige Fluss Spaniens, der in das Mittelmeer entwässert. Alle anderen großen Flüsse des Landes entwässern in den Atlantik. Zu nennen ist dabei der Guadalquivir, der das südliche Spanien durchfließt, hier speziell das Andalusische Becken, und in Richtung Atlantik in eine weite Tiefebene übergeht. Der Fluss ist rund 657 Kilometer lang.
Der Duero, der auch durch Portugal fließt, hat eine Gesamtlänge von 895 Kilometern, der Tajo ist 1007 Kilometer lang. Diese beiden Flüsse sowie der Guadiana und der Mino haben in Spanien ihren Ursprung, sie münden aber erst in Portugal in den Atlantischen Ozean. Der tiefste Fluss in Spanien ist der bereits genannte Guadalquivir. Er ist der einzige Fluss des Landes, der auch für größere Schiffe über längere Strecken zu befahren ist. Die übrigen Flüsse sind zu schmal für die Binnenschifffahrt zu schmal und können nicht einmal zur Bewässerung genutzt werden. Allerdings wurden in den letzten Jahren zahlreiche Wasserkraftwerke in Spanien errichtet, die der Energiegewinnung dienen sollen. Größere natürliche Seen im Binnenland gibt es in Spanien nicht. Es werden aber viele Stellen der größeren Flüsse dazu genutzt, hier Stauseen anzulegen. Auch touristisch gesehen kommt den Flüssen in Spanien kaum eine Bedeutung zu, hier sind es die Küsten und Strände, die dem Fremdenverkehr dienlich sind und wo sich die meisten Besucher aufhalten.