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Angesichts der Arbeitsmarktsituation in Deutschland spielen immer mehr Menschen mit dem Gedanken, sich im Ausland einen Arbeitsplatz zu suchen und entweder auf Zeit oder gar auf Dauer ihren festen Wohnsitz dort einzurichten. Da Klima, Land und Leute in Spanien angenehm sind, fällt bei vielen Menschen die Entscheidung auf dieses Land als künftiger Lebensmittelpunkt. Wer sich dafür entschieden hat, wird unter anderem davon profitieren, dass es seit Februar 2003 nicht mehr nötig ist, eine Aufenthaltsgenehmigung als EU-Bürger zu beantragen. Eine Arbeitserlaubnis ist nicht mehr erforderlich, jeder Bürger, der aus einem Land der EU kommt, kann in Spanien arbeiten. Allerdings ist zu beachten, dass nicht alle europäischen Bildungsabschlüsse von Schulen oder Hochschulen in Spanien anerkannt werden. Nimmt man das Beispiel der Ärzte oder Lehrer, so können sie nicht ohne Weiteres mit ihrem hier erworbenen Abschluss in Spanien tätig werden. Häufig sind Beglaubigungen der Zeugnisse notwendig, inwiefern das der Fall ist, muss jeder möglichst frühzeitig klären lassen. Das Ministerium für Erziehung, Kultur und Sport in Spanien ist für die Anerkennung der Berufsausbildungen zuständig, die staatlich geregelt sind.

Wichtig zu wissen ist weiterhin, dass in Spanien zwar viele Jobs angeboten werden, es ist aber bei Weitem nicht immer üblich, diese über einen Arbeitsvertrag mit festem Lohn oder Gehalt abzuwickeln. Solche festen und womöglich noch unbefristeten Jobs sind eher rar im Land, sie sind aber in erster Linie im Einzelhandel, im Handwerk und im Bausektor zu finden, wobei letzterer von der Immobilienkrise betroffen ist, was sich natürlich auch auf die Arbeitsmöglichkeiten für ausländische Bewerber auswirkt. Echte Nischen bietet das Internetbusiness, das in Spanien noch immer relativ wenig ausgebaut ist. Befristete Jobs und solche, die eben nicht über eine Arbeitsvertrag laufen, sind vor allem im Tourismusbereich zu finden. Hier werden ständig Leute gebraucht, gerade in den touristischen Hochburgen, wie zum Beispiel auf den Balearen oder an den festländischen Küsten werden deutschsprachige Mitarbeiter, die aber dennoch zumindest des Englischen, besser noch des Spanischen, mächtig sein sollten, mit Kusshand genommen. In verschiedenen Branchen gilt zudem, dass ein geringes Festgehalt gezahlt wird, alle Einkünfte darüber hinaus werden auf Provisionsbasis abgerechnet. Für den Arbeitnehmer ergibt sich daraus natürlich die Schwierigkeit, dass er kaum mit einem festen und dauerhaft hohen Verdienst rechnen kann. In der Tourismusbranche beschränkt sich der Verdienst zumindest in den Wintermonaten sogar häufig auf das Festgehalt, wenn nicht für diese Zeit das Arbeitsverhältnis völlig aufgehoben wird.

Um Ihre Jobaussichten in Spanien zu verbessern: Lernen Sie Spanisch in Sevilla, Malaga oder Barcelona

 

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