Stierkampf

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Definiert wird der Stierkampf dadurch, dass ein Mensch gegen einen Stier kämpfen muss. Spanien ist das Land, das am bekanntesten für seine Stierkämpfe ist. Sicherlich ist auch jedem der Ort Pamplona ein Begriff, in dem jährlich Stiere durch die Straßen getrieben werden und Menschen vor diesen davonlaufen. Verletzte und Tote gibt es jedes Jahr bei diesem Spektakel. Traditionell findet der Stierkampf in einer Stierkampfarena statt. Meist treten dabei drei so genannte Matadore auf, die gegen insgesamt sechs Stiere kämpfen. Ein Kampf dauert zwanzig Minuten. Auf ganz Spanien gesehen finden pro Jahr etwa 2000 solcher Veranstaltungen statt. Rund 1200 Betriebe, die sich ausschließlich der Zucht von Kampfstieren widmen, gibt es im Land. Vor allem in Andalusien, in Extremadura und in Castilla-Leon sind diese Betriebe angesiedelt. Sie sind von enormer wirtschaftlicher Bedeutung, erwirtschaften sie doch rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Für die sechs Stiere, die für einen Kampf benötigt werden, müssen bis zu 150.000 Euro gezahlt werden. Die wirtschaftliche Bedeutung rührt auch daher, dass die Stierkämpfe nicht nur die einheimische Bevölkerung, sondern auch Touristen anlocken. Diese reisen oftmals eigens zu einem solchen Kampf an, was natürlich neben den Eintrittsgeldern auch Geld für Unterkunft und Verpflegung mit sich bringt.

Die größte Arena für den Stierkampf befindet sich in Madrid, sie nennt sich Plaza Las Ventas. Insgesamt gibt es etwa siebzig Veranstalter von Stierkämpfen in Spanien. Natürlich kommt dem Torero eine besondere Bedeutung beim Stierkampf zu. Dabei ist dies nur ein Oberbegriff, die Kämpfer werden mit verschiedenen Namen betitelt, die je einem Rang entsprechen. Die wichtigste Figur im Stierkampf ist der Matador de Toros, der Stiertöter. Der Matador selbst beginnt seine Laufbahn als Neuling, als Novillero. In dieser Zeit kämpft er ausschließlich mit jungen Stieren und zwar so lange, bis er eine gewisse Fertigkeit dabei erreicht hat. Während einer fest vorgeschriebenen Zeremonie wird der Novillero in den Rang des Matadors de Toros erhoben, nun darf er auch gegen erwachsene Stiere in die Arena treten. Die Ausbildung dauert insgesamt vier Jahre. Wer als Torero in einer großen Arena auftreten darf, kann mit einer Gage von bis zu 50.000 Euro pro Kampf rechnen.

 

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